Rabenwind
Poesie von Sascha Besier

RABENWIND-BLOG

Blog von Sascha Besier: Gedichte, Kurzgeschichten, Aphorismen, Bonmots und mehr. Ich freue mich über einen Kommentar.


2022-05-05

Die Nachtigall

Den Mond sah ich in Wolken stehn,
im Himmel in ihr Kleid gehüllt,
in junge Nacht sich langsam drehn,
im Kreis und seltsam traumerfüllt.

Durch alles ging Musik aus Wind,
in Bäumen schwankte deren Hall;
ich selber war im Lauschen Kind,
denn heimlich sang die Nachtigall.

Vergessen sprach aus ihrem Bann,
wie schnell entfloh mir Bild und Wort,
wie schnell der Halt aus wie und wann,
da flog sie los, ins Schweigen fort. [Mehr lesen…]

Admin - 15:56:45 @ Gedichte | Kommentar hinzufügen

2022-03-19

Neulich trieb ich tief in deine Augen …

Neulich trieb ich tief in deine Augen,
ein altes Leben tauchte darin
in mich ein. Ich fühlte,
was einst schwarz-weiß, nun in Farbe,
und allem Stummen war ich Sprechen.

Alles hier war Beginnen. [Mehr lesen…]

Admin - 13:03:14 @ Gedichte | Kommentar hinzufügen

2022-01-03

Alles ist still

Will denn jetzt wirklich der Sommer schweigen,
alles, was bunt war und Tanz, verschenken?
Ich seh‘ die Wälder in Nacht sich neigen
und mir den Traum ins Geheimnis lenken.

Hier bin ich dunkel, dem Herbst versprochen,
nehme das Glück als ein Fluss ins Ferne,
schlage im Herz nur als taubes Pochen,
trage dich in mir in alle Sterne. [Mehr lesen…]

Admin - 03:06:13 @ Gedichte | Kommentar hinzufügen

2021-12-22

Unsere Träume

Sie sind wie Kinder, aus uns geboren;
was wir ersehnen, wünschen, erleiden, formt ihren Geist;
wir sind gemeinsames Schicksal, ineinander verschweißt.
Wir glauben sie ohne uns verloren
und fürchten um sie in der wirklichen Welt.
Manchmal sagt dann das Leben: Lasse sie los. [Mehr lesen…]

Admin - 17:47:13 @ Gedichte | Kommentar hinzufügen

2021-08-21

Die Rose

Wie still du mir im ersten Blühn begegnest,
ein Kelch in mir aus unbemerktem Röten,
ergießt den Frühling in das Spiel der Flöten
aus Sonnenschein, mit dem du in mich regnest.

Durch alles Dickicht weißt du zu entrücken,
so frei geschenkt, um aus dir selbst zu danken,
versprichst du Blüten in dem Zu-mir-Ranken,
was mich versucht, mein Herz aus dir zu pflücken.

Wir beide sind ein Ineinandertreiben,
um als Natur den andern zu erfahren
und in sich selbst die Wirklichkeit zu sehen. [Mehr lesen…]

Admin - 12:41:38 @ Gedichte | Kommentar hinzufügen